Aktuelles

Erstes Leistungsabzeichen Ü40 in Arzberg / Lkr. Wunsiedel

 

Kameradschaftliche Arbeit über Kreis- und Bezirksgrenzen hinweg  

 

Die oberpfälzische Feuerwehr Konnersreuth und die oberfränkische Feuerwehr Arzberg pflegen bereits seit vielen Jahren, über alle Kreis- Bezirks- und Leitstellengrenzen hinweg, eine enge einsatztaktische und vor allem kameradschaftliche Zusammenarbeit. Bei einem Treffen beider Wehren kam die Idee auf, dass die oberfränkischen Kollegen am damals „neuen und einzigartigen“ Leistungsabzeichen Ü40 im Landkreis Tirschenreuth mitmachen. So stellte sich 2015 erstmals eine Gruppe der Feuerwehr Arzberg, nach entsprechender Ausbildung durch die Feuerwehr Konnersreuth, der Abnahme durch die Schiedsrichter der Kreisbrandinspektion Tirschenreuth. 2017 wiederholten die Arzberger Brandschützer bereits zum ersten Mal die Leistungsprüfung.

 

Am Samstag den 27.04.2019 war es dann schließlich soweit. Unter großer Anteilnahme durch die Bevölkerung und der Lokalpolitik konnte zum ersten Mal eine Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz – Ü40“ im Landkreis Wunsiedel, Am Standort Arzberg stattfinden. Die erste Gruppe war eine Besonderheit da neben dem  Wunsiedler Landrat Alfons Döhla und Kreisbrandrat Wieland Schletz auch viele Mitglieder der Kreisbrandinspektion Wunsiedel teilnahmen. Die zweite Gruppe stellten sozusagen „die Paten“ des Abzeichens, die Feuerwehr Konnersreuth. Und die dritte Gruppe bildeten neun Mann der Feuerwehr Arzberg. Zusammen mit der Feuerwehr Konnersreuth reisten auch KBR Andreas Wührl, die KBI`s Stefan Gleißner und Lorenz Müller sowie KBM Albert Fröhlich ins oberfränkische Arzberg und unterstützten die Oberpfälzer bei der Leistungsabnahme. Natürlich waren auch die beiden Bürgermeister aus Arzberg und Konnersreuth dabei. KBR Wieland Schletz bemerkte dabei Süffisant, dass nach der Übernahme des Jugendleistungsmarsches durch die Oberpfälzer nun mit der Einführung des Ü40 in Franken, wir wieder quitt sind.

 

Alle drei Gruppen haben die Leistungsprüfung mit sehr gutem Ergebnis bestanden und konnten aus den Händen der Schiedsrichter Thomas Reinel, Yvonne Diepold und Roland Kaiser erstmals die neuen Abzeichen in Bronze in Empfang nehmen.

Landrat Dr. Karl Döhler und Kreisbrandrat Wieland Schletz dankten den Teilnehmern für die Bereitschaft über die Stufe "Gold-Rot" der regulären Leistungsprüfung hinaus

 

FFW Konnersreuth

Bericht JHV: Unbezahlbare Leistung

Großes Lob für ihre Leistungen und ihre Einsatzbereitschaft zollte Bürgermeister Max Bindl der Konnersreuther Feuerwehr. Vorsitzender Sven Jäger wiederum warb in der Jahresversammlung um neue Mitglieder.

Vorsitzender Sven Jäger bezifferte die Zahl der Mitglieder auf 297 und erinnerte an eine Vielzahl an Veranstaltungen, darunter eine Winterwanderung, die Faschingsgaudi und ein Zoiglabend. Bei der Konnersreuther Handwerkermesse hat die Wehr die Bewirtung übernommen. Jäger betonte, dass der beste Konnersreuther bei der Schafkopfmeisterschaft Platz fünf belegte - Grund genug für die Vereinsführung, heuer einen Schafkopflehrgang durchzuführen, "damit wir wieder besser abschneiden".

 

Arbeitsreiches Jahr

 

Beim Bürgerfest kümmerte sich die Wehr wieder um die Spiel- und Spaßmeile, für das Ferienprogramm organisierte man mit dem Burschenverein erneut das "Spiel ohne Grenzen". Ein weiterer Höhepunkt sei der Jugendleistungsmarsch des Kreisfeuerwehrverbandes mit neuem Teilnehmerrekord gewesen. "Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns", sagte Jäger und verwies auch auf diverse Arbeitseinsätze rund um das Gerätehaus. Für heuer kündigte der Vorsitzende eine Verstärkung der Mitgliederwerbung an und sagte mit Blick auf die Unwettereinsätze im Vorjahr: "Wir brauchen auch in Zukunft Hände, die anpacken und mithelfen, wir brauchen neue Mitglieder." Dies gelte für jeden Bereich im Verein.

 

Aktive Truppe stark gefordert,

Konnersreuther Feuerwehr absolviert innerhalb eines Jahres 122 Einsätze.

 

Schwer gefordert waren im vergangenen Jahr die Aktiven der Konnersreuther Feuerwehr. Wie Kommandant Stefan Kreuzer bei der Jahresversammlung mitteilte, wurden sie zu insgesamt 122 Einsätzen gerufen. Allein durch die beiden Starkregenereignisse am 23. und 31. Mai 2018 führten zu Einsätzen an 34 Stellen. Beim zweiten Unwetter sei der eigens ausgearbeitete Notfallplan von großem Nutzen gewesen. Unterstützung erhielten die Konnersreuther Aktiven jeweils von auswärtigen Wehren, dem Roten Kreuz und der Polizei. Aufgrund der Hochwassereinsätze habe man die Ausrüstung erneut vergrößert, so Kreuzer. Angeschafft wurden Tauchpumpen, Wassersauger sowie ein Prüfball zur Prüfung der Stromspannung in überfluteten Kellern. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 889 Einsatzstunden zusammen. Kreuzer dankte seiner Truppe für das Geleistete. "Möglich ist das alles nur, weil sich Frauen und Männer zusammengeschlossen haben, um dem Nächsten zu helfen. Wir wollen auch in Zukunft unsere Aufgaben auf möglichst viele Schultern verteilen", sagte Kreuzer und warb um neue Mitglieder.

Zuvor informierte Stefan Kreuzer über die Notwendigkeit zur Beschaffung eines Ersatzfahrzeugs für das in die Jahre gekommene Löschgruppenfahrzeug (LF8). Eine eigens gebildete Arbeitsgruppe habe sich der Aufgabe gestellt, gemeinsam mit der Marktgemeinde eine Lösung zu finden. Nach insgesamt acht Besprechungen sei diese gefunden worden. Nach der Befürwortung durch den Marktrat sei die Ausschreibung für ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik gestartet worden.

 

Weiter erinnerte der Kommandant an insgesamt 23 Übungstermine. 38 Feuerwehrdienstleistende hätten die vorgeschriebenen Übungen besucht. Zwei Gruppen der Wehr absolvierten das Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung, mit dabei waren auch die Brandschützer aus Neudorf und Höflas. Beim Kreisjugend- und Familientag habe die Jugend bei einer Schauübung ihr Können gezeigt. Im Rahmen der Feuerwehraktionswoche stand eine Großübung beim Backhaus Kutzer auf dem Plan, wobei ein Brand in der Lagerhalle angenommen wurde. Die fünf beteiligten Wehren hätten ihre Aufgaben mit Bravour erledigt, so Kreuzer.

Eine Vielzahl von Fort- und Weiterbildungen standen ebenso auf dem Programm wie das "Aktivenfest". Im Kinderhaus "Mutter vom guten Rat" leitete Manfred Günthner wieder eine Brandschutzerziehung.

Jugendwartin Carina Hart berichtete, dass der Nachwuchsgruppe 18 Mitglieder angehören. Auf dem Programm standen 30 Übungen, zudem beteiligte sich der Nachwuchs an der Rama-Dama-Aktion der Gemeinde, führte eine 24-Stunden-Schicht durch und nahm am Kreisjugendtag mit einer Löschaufbau-Übung teil. Weiter nannte sie die Prüfung zum Erwerb der Deutschen Jugendleistungsspange, einen Leistungsmarsch und einen Wissenstest. Beim vereinseigenen Preisschafkopfturnier versorgte der Nachwuchs die Teilnehmer mit Getränken und Brotzeiten. Für heuer sind unter anderem der Erwerb des Bayerischen Jugendabzeichens und ein Zeltlager geplant.

 

Gelebtes Miteinander

Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr dankte der Feuerwehr für die Unterstützung bei kirchlichen Ereignissen. Bei allen Resl-Gebetstagen sorge die Wehr für einen reibungslosen Ablauf der Prozession zwischen Pfarrkirche und Friedhof. Pater Benedikt würdigte die Wehr für ihren Einsatz und sprach von einem gelebten Miteinander. "Hoffentlich habt ihr heuer weniger Einsätze und wir bleiben von Starkregen verschont", so der Pfarrseelsorger. "Das, was ihr ehrenamtlich leistet, ist nicht bezahlbar", sagte Bürgermeister Max Bindl. Vor allem bei den Starkregenereignissen im Vorjahr sei die Wehr extrem gefordert gewesen. Er wünschte sich, dass die Mitgliederwerbung Erfolg haben werde. Lobend erwähnte Bindl zudem die enge Zusammenarbeit mit den übrigen Ortsfeuerwehren. Den Antrag zum Erwerb des neuen Fahrzeugs habe der Marktrat in nichtöffentlicher Sitzung genehmigt. Den Dank des Kreisfeuerwehrverbandes überbrachte Kreisbrandmeister Albert Fröhlich, der von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit sprach. Er dankte auch dem neuen Kommandanten Stefan Kreuzer, der sich gut eingearbeitet habe.

Ehrungen 

Zahlreiche Mitglieder ehrte die Feuerwehr für langjährige Treue. Bereits seit 70 Jahren gehört Ehrenvorsitzender Engelbert Härtl der Wehr an. Seit 60 Jahren dabei sind Siegfried Graßold, Konrad Männer, Engelbert Rögner und Gotthard Scharnagl. Auf 50 Jahre im Verein kann Walter Rüth zurückblicken. Seit 40 Jahren dabei sind Manfred Günthner, Josef Härtl, Thomas Lindner, Uwe Rosner, Karl Schaumberger, Werner Schaumberger, Roland Titz, Peter Wenisch und Lorenz Haberkorn. Vor 30 Jahren traten Achim Graßold und Reinhard Wurm bei, vor 20 Jahren kamen Heidi Sölch und Stefan Hildebrandt zur Wehr. Seit 10 Jahren sind Max Bindl und Michael Steiner dabei.

 

(Bericht/Text Der neue Tag, jr, Bild onetz)